Seit über 30 Jahren dokumentieren wir die Tier- und Pflanzenwelt auf den Flächen des FUN und im Naturraum rund um Hondelage. In dieser Zeit sind rund 17.000 Beobachtungen von mehr als 1.700 Tier- und Pflanzenarten zusammengekommen. Damit schaffen wir eine einzigartige Datengrundlage für Naturschutz, Forschung und das langfristige Monitoring unserer Flächen. Gleichzeitig können wir den Erfolg unserer Naturschutzmaßnahmen über viele Jahre hinweg überprüfen und unsere Pflege- und Entwicklungskonzepte kontinuierlich an neue Erkenntnisse anpassen.

Unsere AG-Mitglieder sind das ganze Jahr über draußen unterwegs – mal gemeinsam, mal allein. Sie beobachten, bestimmen und kartieren Tiere, Pflanzen und Lebensräume. Regelmäßig treffen wir uns, um Beobachtungen auszutauschen, neue Kartierungen zu planen und Ergebnisse gemeinsam auszuwerten.

In den vergangenen Jahren haben wir unter anderem Kleinfische, Wasserpflanzen und Brutvögel im Rahmen von ADEBAR 2 systematisch erfasst. Daneben standen auch naturschutzrelevante Arten wie Feldhase, Feldlerche, Laubfrosch und Kammmolch sowie die Kartierung wertvoller Lebensräume im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Neben klassischen Geländebegehungen setzen wir heute Wildtierkameras, Wärmebildtechnik und akustisches Monitoring ein. Die erhobenen Daten werden unter anderem mit dem Geoinformationssystem QGIS räumlich ausgewertet und zunehmend mithilfe KI-gestützter Verfahren analysiert, wie beispielsweise mit Chirpity. So können wir Artenvorkommen, Lebensräume und deren Veränderungen noch besser dokumentieren, visualisieren und bewerten.

Gemeinsam mit (Hoch-)schulen, Behörden und Fachbüros entstehen regelmäßig neue Projekte. So haben wir Untersuchungen zu Dungkäfern auf unseren Weiden sowie zu Fledermäusen und Kleinsäugern im Siedlungsbereich initiiert. Gleichzeitig nutzen auch Studierende unsere Flächen für Abschlussarbeiten – derzeit beispielsweise im Rahmen einer Bachelorarbeit zum Aurorafalter.

Die Dokumentation unserer Beobachtungen begann bereits 2006 mit einer vereinseigenen, öffentlich zugänglichen Datenbank. Heute setzen wir auf iNaturalist, eine weltweit etablierte Plattform für Naturbeobachtungen. Alle unsere historischen Daten wurden dorthin überführt und werden laufend ergänzt. So stehen sie dauerhaft für Forschung, Naturschutz und alle Naturinteressierten zur Verfügung.

Wer gerne draußen unterwegs ist, Tiere und Pflanzen entdecken möchte oder Freude am Beobachten, Bestimmen, Kartieren oder Fotografieren hat, ist bei uns herzlich willkommen. Vorkenntnisse sind begrüßenswert aber nicht erforderlich – Neugier und Interesse an der Natur reichen völlig aus.

 

Ansprechpartner:

Bernd Hoppe-Dominik (AG-Leitung, bernd.hoppe-dominik@hondelage.de)

Georg Pudack (QGIS, g.pudack@t-online.de)

Sven Gippner (iNaturalist: fun_hondelages.gippner@fun-hondelage.de)